Erdogans AKP – Eine Partei verändert die Türkei



Seit 2016 ist die Macht der AKP mit Recep Tayyip Erdogan an der Spitze rasant gewachsen. Der ehemalige Reformer hat das Präsidialsystem durchgesetzt und die Presse gleichgeschaltet. Hunderttausende wurden verfolgt, Zehntausende inhaftiert. Das Ziel: eine neue Türkei mit Führungsanspruch in der islamischen Welt.


Wenige Jahre vor dem symbolträchtigen 100. Jubiläum der Türkischen Republik hat es Erdogans Partei geschafft, das Land tiefgreifend zu verändern. Der Film geht der Frage nach, mit welchen Manövern es Erdogan gelungen ist, seine Macht auszubauen.


Die letzten Kommunalwahlen haben erstmals Grenzen von Erdogans Regime aufgezeigt. Die Abwahl der AKP in Istanbul und die deutliche Kritik an seiner Person zeigen, dass seine Macht alles andere als absolut ist.


Der türkische Präsident lässt zwar keine Zweifel an seinem Ziel aufkommen, eine neue Türkei aufzubauen, die als Führungsmacht der islamischen Welt fungiert. Mit der Lira auf historischer Talfahrt befindet sich die Türkei derzeit dennoch – nach den grossen Erfolgen im ersten Jahrzehnt der AKP-Herrschaft – in einer selbst verschuldeten existenziellen Wirtschaftskrise. Wird Erdogans AKP und damit seine Machtbasis instabil?


Der Dokumentarfilm zeigt auf, dass für die Zukunft der Türkei entscheidend sein wird, ob es der demokratischen Opposition gelingt, ihren Wahlsieg in den türkischen Metropolen für eine politische Neuaufstellung zu nutzen, um eine demokratische und wirtschaftliche Erneuerung des Landes einzuleiten. Denn nach den letzten Jahren scheint das Schicksal offener, als bislang vermutet.


ZDF / SRF / ARTE

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