Auswirkungen der türkischen Invasion in Nord- und Ostsyrien auf Frauen und Kinder

10.02.2020

 Die aktuelle Invasion des türkischen Staates in Nord- und Ostsyrien findet in einem Kontext und als Teil einer breiteren geopolitischen Situation statt. Es wurden umfangreiche Untersuchungen zu den Auswirkungen der modernen Kriegsführung auf Frauen und Kinder durchgeführt. Die laufenden Angriffe vom Oktober 2019 sind eine Fortsetzung der Invasion und Besetzung Afrins durch den türkischen Staat im Jahr 2018. Hier wird ein Muster fortgesetzt, demzufolge der türkische Staat in der Region einseitige Maßnahmen unter dem Namen „Sicherheit“ durchführt, welche anstreben die demo- grafische Zusammensetzung zu verändern und Bevölkerungsgruppen weitreichend aus diesen Regionen zu vertreiben. Darüber hinaus sind diese Angriffe im Kontext eines achtjährigen Konflikts auf syrischem Territorium zu betrachten. Daher müssen alle diese Ereignisse im Zusammenhang mit den dokumentierten Auswirkungen des kurz- und langfristigen Krieges auf Frauen und Kinder sowie im Kontext der geschichtlichen Entwicklung der Region analysiert werden. Die Tatsache, dass dieser Krieg auch Praktiken des Völkermords, der Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen umfasst, müssen ebenfalls in diesem Kontext benannt werden.

 

Berichte vom Kongra Star Komitee für Statistik und Forschung Qamishlo / Kampagne Women Defend Rojava

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