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Die Lage in den Flüchtlingscamps spitzt sich zu

01.11.2019

Die Dschihadistenmilizen der türkischen Armee vertreiben die Ansässigen im Nordosten, vor allem Frauen und Kinder fliehen.

 

Zwischen 200.000 und 400.000 Menschen sind in Folge der türkischen Angriffe in Rojava auf der Flucht. Viele wollen in die irakisch-kurdische Autonomieregion, wo allerdings immer noch mehr als eine Million Flüchtlinge leben, die vor dem IS geflohen waren. In der Autonomen Region Kurdistan leben gerade einmal 6 Millionen Menschen. Kommen noch einmal Hunderttausende hinzu, wird die kleine Region extrem belastet. Ähnlich ist es im Libanon und in Jordanien, in denen relativ sehr viel mehr Flüchtlinge leben als in der Türkei, die dafür sehr viel stärker Druck auf die EU ausübt und mit den Flüchtlingen die Invasion rechtfertigt, um dorthin nicht nur syrische Flüchtlinge abzuschieben, sondern auch die ansässigen Kurden zu vertreiben und islamistische Provinzen wie in Afrin einzurichten.

 

Die türkische "Umsiedlungspolitik" wird von der sogenannten Syrischen Nationalen Armee (SNA) unter türkischer Kontrolle auf brutale Weise exekutiert. Foxnews berichtet, dass die von der Türkei finanzierten Dschihadistenmilizen die Dörfer in der besetzten Region zwischen Serekaniye und Gire Spi Haus für Haus durchkämmen, plündern und kurdische Familien töten. Der deutsche Arzt Michael Wilk, der sich zur Zeit mit einer internationalen Ärztedelegation in der Region aufhält, berichtet von fortlaufenden Angriffen der türkischen Armee und ihrer verbündeten Dschihadisten. Von Waffenruhe sei hier nichts zu merken.

 

ANF berichtet von Angriffen auf Dörfer um Serêkaniyê. Die türkische Armee und die Dschihadistenmilizen würden mit Artillerie, Drohnen und Panzern vorgehen. Bilder vom bombardierten Zrigan scheinen diese zu bestätigen. Zwar wurde gemeldet, dass die SDF sich zurückziehen, aber es scheint dort weiterhin gekämpft zu werden.

 

Die Vorsitzende vom kurdischen Roten Halbmond, Cemila Heme, sagt in einem Statement: "Wir haben die Menschheit vor dem IS beschützt. Andere haben Gesetze gemacht, die Menschen und Krankenhäuser im Krieg schützen sollen und nun sind sie es, die die Gesetze nicht befolgen - es brennen unsere Krankenhäuser, sie greifen die Krankenwagen an, ermorden unsere Mitarbeiter*innen und werfen sie in die Kanalisation."

 

75 Prozent der Flüchtlinge aus dem Nordosten Syriens sind Frauen und Kinder, es seien auch unbegleitete Kinder darunter. In der Provinz Dohuk leben bereits 230.000 Flüchtlinge. In Nordsyrien wurden bislang mindestens 180.000 Menschen vertrieben, meist Frauen und Kinder. 75.000 Flüchtlinge wurden in Syrien in Gemeinden, Schulen oder Camps untergebracht. In der Stadt Hassake leben so Tausende in überfüllten Schulen, so dass weder die Kinder der Flüchtlinge noch die der Stadtbewohner Unterricht haben. 

 

Arzt stellt Bericht über Chemiewaffeneinsatz vor

 

Der Arzt Abbas Mansouran hat Verletzte untersucht und kommt zu dem Schluss, dass von der türkischen Armee in Rojava weißer Phosphor und andere unbekannte Chemiewaffen eingesetzt worden sind.Arzt stellt Bericht über Chemiewaffeneinsatz vorDer Arzt Abbas Mansouran hat Verletzte untersucht und kommt zu dem Schluss, dass von der türkischen Armee in Rojava weißer Phosphor und andere unbekannte Chemiewaffen eingesetzt worden sind.

 

  • ANF vom 01.11.2019

Tretet alle in Aktion

 

Schreibt Briefe an die Verantwortlichen, geht an Demos, organisiert Proteste, Blockaden etc. Alles ist wichtig, nur nichtstun ist falsch. Spenden auf folgende Konten, werden für die medizinische Erstversorgung eingesetzt.

 

  • Perspektiven bauen ::: Tretet alle in Aktion, schreibt Briefe an die Verantwortlichen, geht an Demos, organisiert Proteste, Blockaden etc. Alles ist wichtig, nur nichtstun ist falsch. Spenden welche auf unser Konto eingehen werden für die medizinische Erstversorgung eingesetzt. Es fehlt bereits an vielem, da es viele Verletzte gibt. Spenden sind also dringend nötig. Vielen herzlichen Dank für deine Unterstützung!​

 

  • OpenEyes ::: OpenEyes hat sich aus dem Fluchthilfekonvoi Open Borders Caravane gebildet und versteht sich nicht als rein karitative Hilfsorganisation sondern als politischen Akt der Solidarität. Die humanitäre Notlage auf der Balkanroute und anderswo werten wir als direkte Folge der menschenverachtenden Abschottungspolitik der Europäischen Staatengemeinschaft.​

 

  • medico international schweiz ::: medico international schweiz ist eine zukunftsorientierte Organisation der Entwicklungszusammenarbeit und setzt sich für eine ganzheitliche und angepasste Gesundheitsversorgung in den Ländern des Südens ein. Die Vision unserer Arbeit heisst "Gesundheitsversorgung für alle“. Unter Gesundheit verstehen wir das körperliche, seelische und soziale Wohlbefinden. medico international schweiz setzt sich mit ihrer Projektarbeit in verschiedenen Ländern der Welt für ein basisorientiertes Gesundheitswesen ein.

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