...in Rojava herrscht Krieg, dich betrifft es!

24.10.2019

In Rojava, dem kurdisch geprägten Gebiet in Nordsyrien, welches erfolgreich den IS bekämpft hat und eine Gesellschaft basierend auf Gleichberechtigung von Geschlechter und Kultur aufbaut, wird in dieser Sekunde angegriffen von der Türkei und ihrer faschistischen Regierung.

 

Lebst du in der Schweiz und/oder bist Schweizer*in?

 

Dich betrifft der Krieg in Rojava, weil die Schweiz Banken und Waffenfirmen Schutz und ein ruhiges Hinterland bietet, welche das Kriegsgeschehen massiv beeinflussen. Die Schweiz positioniert sich nach wie vor nicht klar und hält sich mit Kritik zurück, statt dass sie das Handeln Erdogans klar verurteilt und alles daran setzt, das Kriegstreiben von hier aus zu stoppen. Nennen wir die Mittäter*innen beim Namen: Schweizerische Nationalbank, 34 der weltweit grössten 100 Rüstungshersteller profitieren von der Finanzierung durch die SNB. Pensionskassen, zwischen 4 und 12 Milliarden Franken aus schweizerischen Pensionskassen fliessen in Rüstungskonzerne. Credit Suisse, UBS und diverse Kantonalbanken investieren in Rüstungskonzerne.

 

Stehst du für Frieden und Menschenrechte ein?

 

Dich betrifft der Krieg in Rojava, da dort ein Gebiet erkämpft wurde, in welchem ein gemeinsames Miteinander aller Ethnien und Religionen gelebt wird. Umringt von Gegnern (bspw. IS, Türkei, Syrien), gegen welche sich Rojava immer wieder verteidigen muss, leben die Menschen friedlich und gemeinschaftlich. Dieser Frieden wird nun durch die Angriffe der Türkei zerstört. Die Türkei verletzt in diesem Krieg nicht nur die Menschenrechte, sondern auch das Kriegsvölkerrecht.

 

Warst du am Frauen*streik beteiligt? Bist du ein*e Feminist*in? Bist du ein*e Queerfeminst*in?

 

Dich betrifft der Krieg in Rojava, da dort ein Gebiet erkämpft wurde, um Freiheit für alle zu schaffen. Dies bedeutet, dass dort über Jahre hinweg inmitten des Kriegsgeschehens eine gleichberechtigte Beteiligung der Frauen* in allen Bereichen und Ebenen erschaffen wurde. Dies geschah beispielsweise auf politischer und gesellschaftlicher Ebene, sowie im Krieg, wo alle Geschlechter Seite an Seite kämpfen. Auf gesellschaftlicher Ebene wird in Rojava gegen patriarchale Strukturen, wie zum Beispiel Zwangsehen und Gewalt an Frauen* gekämpft. Nimmt die türkische Armee Rojava ein, bedeutet das, dass dschihadistische Gruppen wie der IS und die Al-Nusra Front erneut Frauen* verschleppen, versklaven und ermorden können.

 

Bist du gegen Faschist*innen und Rassist*innen? Schockiert dich der Rechtsrutsch vieler Länder?

 

Dich betrifft der Krieg in Rojava, da Rojava von dem Faschisten Erdogan und seiner Armee angegriffen wird. Seine faschistische Haltung zeigt sich, indem durch seine Regierung jegliche Opposition, sowie jegliche Minderheiten, wie die kurdische Bevölkerung, massiv unterdrückt und verfolgt wird. Erdogan selbst nannte Hitler schon als Vorbild für seine angestrebte Politik.

 

Ist dir Pressefreiheit und freie Meinungsäusserung ein hohes Gut?

 

Dich betrifft der Krieg in Rojava, da wer sich kritisch gegenüber der Regierung äussert, muss damit rechnen, jederzeit festgenommen zu werden. In den letzten Jahren kam es durch den Ausnahmezustand in Folge des gewaltsamen Putschversuches zu Folter und anderen Misshandlungen, massiven Einschränkungen der Rechte auf freie Meinungsäusserung und Versammlungsfreiheit. Kritische Berichterstattung ist in der Türkei kaum möglich, tausende Journalist*innen wurden inhaftiert und Redaktionen unter Kontrolle des Staates gebracht.

 

Engagierst du dich fürs Klima?

 

Die Ökologie wird als politische Basis in Rojava verstanden, zahlreiche Projekte wie Wiederaufforstungen, das Verhindern von Monokultur und der Einsatz von Naturdünger in der Landwirtschaft verwirklicht. Die Türkei hingegen versucht das Land austrocknen zu lassen, indem Wasser in grossen Speicherseen zurückgehalten wird. Die Verteidigung von Rojava heisst, den ökologischen Fortschritt zu verteidigen.

 

Rojava Komitee - Bern (PDF)

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